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Glossar

KfW 261

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet KfW 261 beim Hausbau?

KfW 261 ist das wichtigste Förderinstrument für energieeffizientes Bauen in Deutschland (Stand April 2026). Die Konditionen nach Effizienzstandard:

  • EH40 Erneuerbare-Energien-Klasse: Kreditbetrag bis 150.000 EUR, Tilgungszuschuss 20 % (= bis zu 30.000 EUR geschenkt)
  • EH40: Kreditbetrag bis 150.000 EUR, Tilgungszuschuss 15 % (bis 22.500 EUR)
  • EH55 (nur Sanierung, nicht Neubau): Kreditbetrag bis 150.000 EUR, Tilgungszuschuss 10 %

Für Neubauten gilt seit 2023: KfW 261 fördert nur noch EH40 und besser - EH55 als Neubau ist nicht mehr über KfW 261 förderfähig (war bis 2022 möglich). Der GEG-Mindeststandard EH55 erhält keine KfW-Förderung mehr. Wer KfW-Förderung will, muss EH40 bauen.

Beantragung: Antrag vor Vertragsschluss oder Baubeginn über die Hausbank (nicht direkt bei KfW). Energieberater (BAFA-zugelassen) muss den Antrag bestätigen.

Warum ist KfW 261 wichtig für Bauherren?

30.000 EUR Tilgungszuschuss bei EH40-EE sind bares Geld - kein Kredit, kein Zuschuss mit Rückzahlungspflicht, sondern eine Reduzierung der Restschuld. Bei einem Baudarlehen von 400.000 EUR: 30.000 EUR Zuschuss = 7,5 % der Gesamtschuld erlassen. Das entspricht einem Zinsgeschenk über die Laufzeit von ca. 60.000-80.000 EUR (je nach Zinsniveau).

Wichtig: Die Zinsbindungsfrist beim KfW-Kredit und beim Bankkredit müssen koordiniert werden. KfW 261 wird oft mit dem normalen Baukredit der Hausbank kombiniert.

Beispiel

Neubau EFH, EH40 EE-Klasse (Wärmepumpe + 10 kWp PV): Gesamtkosten 450.000 EUR. KfW 261 Kredit 150.000 EUR, Tilgungszuschuss 20 % = 30.000 EUR. Tatsächlich zurückzuzahlen: 120.000 EUR. Rest 300.000 EUR über Hausbank. Gesamtfinanzierung: 120.000 EUR (KfW) + 300.000 EUR (Bank) = 420.000 EUR effektiver Finanzierungsbedarf.

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