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Glossar

Brettsperrholz (CLT)

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet Brettsperrholz beim Hausbau?

CLT-Platten bestehen aus übereinanderliegenden Lagen von Kanthölzern oder Brettern, die jeweils um 90° gedreht und miteinander verklebt werden. Typische Plattendicken für Außenwände liegen bei 10-20 cm, für Geschossdecken bei 16-26 cm. Die Holzarten sind meist Fichte oder Tanne, seltener Lärche oder Buche.

CLT verbindet die statischen Vorteile von Massivholz (druckfest in beide Richtungen) mit der schnellen Montage von Fertigteilen. Wände und Decken werden im Werk präzise gefräst und auf der Baustelle mit Kran eingehoben - die Rohbauphase eines CLT-Einfamilienhauses dauert oft nur 2-3 Tage.

Gegenüber dem Holzrahmenbau bietet CLT mehr Speichermasse (Wärme- und Schallschutz), ist aber schwerer und teurer. Im Vergleich zu Massivhaus-Konstruktionen punktet CLT mit der CO₂-Bindung und dem nachwachsenden Rohstoff.

Warum ist CLT wichtig für Bauherren?

CLT ist die Bauweise für nachhaltig orientierte Bauherren, die eine schnelle Rohbauphase und eine sichtbare Holzoptik im Innenraum wünschen. Die Rohplattenoberfläche kann direkt als Sichtfläche verwendet werden. Holzfeuchte und Raumklima profitieren von der Feuchtigkeitsregulierung des Holzes.

Wichtig: CLT benötigt einen sorgfältigen Schlagregenschutz (Fassade, Dachüberstand). Durchdringungen für Leitungen sind aufwendiger als im Trockenbau. Das Brandschutzkonzept muss von Anfang an berücksichtigt werden.

Beispiel

EFH in CLT-Bauweise, 140 m² Wohnfläche: Rohbaukosten CLT-Konstruktion ca. 90.000 bis 130.000 EUR (inkl. Montage). Vergleichbares Massivhaus: 75.000 bis 110.000 EUR. Mehrkosten CLT ca. 15-20 %, ausgeglichen durch schnellere Bauzeit (2-3 Wochen Rohbau statt 10-14 Wochen Mauerwerk) und niedrigere Folgekosten durch geringes Gewicht.

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Hausbau Journal Redaktion

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