Größen: Durchmesser ist nicht Nutzerzahl
Gartentrampoline gibt es in Durchmessern von rund 2,4 bis über 4 m (8 bis 14 Fuß). Der Durchmesser bestimmt die Sprungfläche und den Platzbedarf, nicht die zulässige Personenzahl. Die Zahl der Springer und das Höchstgewicht stehen in der Anleitung und auf der Kennzeichnung des Modells; sie unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller und auch zwischen Modellen gleicher Größe.
| Größe | Durchmesser | Nutzerzahl und Höchstgewicht |
|---|---|---|
| 8 Fuß | ca. 244 cm | laut Anleitung des Modells |
| 10 Fuß | ca. 305 cm | laut Anleitung des Modells |
| 12 Fuß | ca. 366 cm | laut Anleitung des Modells |
| 14 Fuß | ca. 427 cm | laut Anleitung des Modells |
Freistehend oder eingebaut
Freistehend: Das Trampolin steht auf Beinen; die Sprungfläche liegt über dem Boden. Es ist ohne Aushub aufgebaut und versetzbar, ein Sicherheitsnetz begrenzt die Sprungfläche.
Eingebaut: Das Trampolin sitzt in einer ausgehobenen Grube, die Sprungfläche liegt auf Bodenniveau. Die Fallhöhe vom Rand ist geringer, dafür braucht die Grube eine Entwässerung und ist später schwer zu entfernen. Gibt es für das Modell eine Einbauanleitung, ist sie zu befolgen; ein Einbau ohne Herstellerfreigabe kann Rahmen und Netz überlasten. Ein Sicherheitsnetz bleibt auch hier sinnvoll.
Sicherheit und Normen
Wer springt, und wie
Die Kinder- und Jugendärzte im Netz empfehlen mit Verweis auf die Amerikanische Akademie der Pädiater: kein Trampolin, auch kein Minitrampolin, für Kinder unter sechs Jahren; im Garten nur mit Netz, ab sechs Jahren und allein springend, mit einem Erwachsenen dabei, der das Trampolin vor der Benutzung auf Sicherheit prüft - nach dem Winter besonders gründlich. Nie zusammen mit den Eltern springen, keine Saltos oder Überkopfsprünge. Als Unfallursachen nennt das Merkblatt Umknicken, Fallen auf die Matte, Stürze vom Trampolin und Zusammenstöße mit anderen (Kinder- und Jugendärzte im Netz, Merkblatt Trampoline, 2020).
Norm EN 71-14
Die Norm DIN EN 71-14:2025-12 regelt Anforderungen und Prüfverfahren für Trampoline für den häuslichen Gebrauch, in der Vorgängerfassung für die Nutzung durch eine Person. Sie ersetzt die Ausgabe 2019-03; geändert wurden Quetsch- und Klemmstellen sowie Warnhinweise, Kennzeichnung und Anleitung. Wer ein Trampolin kauft, sollte die Prüfung nach dieser Norm auf dem Produkt oder im Zertifikat des Herstellers finden und dem Modell zuordnen können. Das GS-Zeichen ist freiwillig und wird von einer zugelassenen Prüfstelle vergeben; ein Zeichen ohne Nachweis, wer geprüft hat und wonach, bringt wenig.
Netz, Federabdeckung, Rahmen
Das Sicherheitsnetz gehört zum Trampolin und muss zum Modell passen; Netze, Polster und Federabdeckung verschleißen unter UV und gehören vor jeder Saison geprüft und bei Schäden ersetzt. Welches Netz zu welchem Trampolin passt und wie es zu befestigen ist, steht in der Anleitung.
Kauf- und Betriebsliste
| Feld | Wo es steht / was zu klären ist |
|---|---|
| Durchmesser | Produktdaten; bestimmt Platzbedarf und Sprungfläche |
| Nutzerzahl | Anleitung und Kennzeichnung des Modells; ärztliche Empfehlung: eine Person gleichzeitig |
| Höchstgewicht | Kennzeichnung des Modells, nicht aus dem Durchmesser ableiten |
| Alter | Herstellerangabe; Kinder- und Jugendärzte: nicht unter sechs Jahren |
| Prüfnachweis | Prüfbericht oder Zertifikat nach EN 71-14, dem Modell zugeordnet |
| Aufstellfreiraum | Anleitung des Modells: seitlich und nach oben freizuhaltender Raum |
| Verankerung | Anleitung, bei windexponierter Lage Bodenanker des Herstellers |
Standort und Untergrund
- Ebener, tragfähiger Untergrund: Das Trampolin muss waagerecht stehen; ein Gefälle belastet Federn und Rahmen ungleich und erhöht das Sturzrisiko.
- Boden: Rasen dämpft Stürze, auf hartem Pflaster oder Beton fehlt die Dämpfung. Welcher Sturzschutz verwendet wird, richtet sich nach der Anleitung.
- Freiraum: rundum und nach oben frei von Hindernissen wie Bäumen, Zäunen, Wänden und Leitungen. Die Maße nennt die Anleitung des Modells.
- Wind: Leichte Trampoline können bei Sturm verweht werden; der Hersteller gibt vor, wie verankert oder abgebaut wird.
Pflege, Winter und Lebensdauer
- Saisonbeginn: Federn auf Rost und Bruch, Sprungtuch auf Risse, Netz und Polster auf UV-Schäden prüfen.
- Winter: Ob das Trampolin draußen bleiben darf und was abgenommen werden muss, regelt die Anleitung. Bei Schnee oder Eis nicht benutzen.
- Ersatzteile: Beim Kauf klären, ob Sprungtuch, Netz und Federn für das Modell nachgekauft werden können.
Häufige Fragen zum Garten-Trampolin
Welche Trampolin-Größe für Kinder? ▼
Der Durchmesser bestimmt Sprungfläche und Platzbedarf, nicht die Zahl der Springer. Wie viele Personen und welches Höchstgewicht zulässig sind, steht in der Anleitung des Modells. Die Kinder- und Jugendärzte empfehlen, dass immer nur eine Person springt, und raten von Trampolinen für Kinder unter sechs Jahren ab.
Einbauen oder freistehend - was ist besser? ▼
Beides geht, wenn das Modell dafür vorgesehen ist. Freistehende Trampoline brauchen keinen Aushub und sind versetzbar. Eingebaute liegen auf Bodenniveau, die Fallhöhe ist geringer; die Grube braucht eine Entwässerung. Einbau nur nach Herstellerangabe, ein Sicherheitsnetz bleibt sinnvoll.
Ist ein Sicherheitsnetz nötig? ▼
Die Kinder- und Jugendärzte im Netz empfehlen für das Trampolin im Garten ausdrücklich ein Netz. Es muss zum Modell passen und wird auf Risse und UV-Schäden geprüft.
Woran erkenne ich ein geprüftes Trampolin? ▼
Die Norm für Trampoline im häuslichen Gebrauch ist EN 71-14, aktuelle Ausgabe 2025-12. Der Hersteller sollte die Prüfung für das konkrete Modell belegen, etwa durch ein Zertifikat oder einen Prüfbericht. Das GS-Zeichen ist freiwillig und wird von einer zugelassenen Prüfstelle vergeben.
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