hausbaujournal.com
Anleitung

Carport selber bauen: Schritt-für-Schritt Anleitung 2026

Mit der richtigen Vorbereitung ist ein Holzcarport für erfahrene Heimwerker an einem Wochenende machbar - und spart 3.000-5.000 € Lohnkosten.

Von der Hausbau Journal Redaktion · · 18 Min Lesezeit
Holzcarport im Bau - Selbstbau Schritt für Schritt
Holzcarport im Selbstbau
2-3 TageBauzeit Einzelcarport
1.200 €Materialkosten ab
3.000-5.000 €Einsparung vs. Handwerker
20 JahreLebensdauer Lärche unbehandelt

Planung und Vorbereitung: Was entscheiden Sie zuerst?

Vor dem ersten Schnitt ins Holz stehen sechs Entscheidungen, die alles weitere beeinflussen. Wer hier sorgfältig plant, spart sich Nacharbeiten und teure Korrekturen.

1. Größe festlegen

Für einen Pkw der Mittelklasse gilt als Minimum 2,5 m Breite × 5,0 m Länge. Komfortabler sind 3,0 m × 5,5 m. Für SUVs und Kombis mit Dachlast: 3,0 m × 6,0 m. Die lichte Durchfahrtshöhe sollte mindestens 2,2 m betragen - für SUV mit Dachträger eher 2,5 m.

2. Dachform wählen

Pultdach (einseitig geneigt, 5-15°): Am einfachsten zu bauen, am günstigsten. Ideal für Anlehncarports. Satteldach (zweiseitig geneigt, 15-30°): Stabiler bei Schnee, optisch ansprechender, aber aufwändiger in der Konstruktion. Flachdach: Möglich mit EPDM-Folie, aber wartungsintensiver - nicht empfehlenswert für Selbstbauer ohne Erfahrung.

3. Holzart und Holzklasse

Holzarten für den Carport-Selbstbau im Vergleich
Holzart Preis (m³) Dauerhaftigkeit Pflege
Fichte / Kiefer (KVH)280-380 €Klasse 4 (gering)Lasur alle 2-3 Jahre
Lärche420-580 €Klasse 3-4Öl alle 3-5 Jahre
Douglasie380-520 €Klasse 3-4Öl alle 3-5 Jahre
Robinie (Akazie)600-900 €Klasse 1 (sehr hoch)Nahezu wartungsfrei
Bangkirai (Tropenholz)700-1.100 €Klasse 1-2Öl alle 2-4 Jahre

Empfehlung für Selbstbauer: Lärche oder Douglasie - ein gutes Preis-Qualitäts-Verhältnis, leicht zu bearbeiten, ausreichend dauerhaft für 20-30 Jahre Lebensdauer. Fichte ist günstiger, aber ohne regelmäßige Pflege beginnt der Fäulnisprozess nach 5-8 Jahren.

4. Genehmigung prüfen

Bevor Sie Material kaufen: Genehmigungsbedarf klären. Die Grenzen variieren je nach Bundesland zwischen 20 m² und 50 m² - in NRW sind es 30 m² Grundfläche, in Bayern bis 50 m² Volumen für den genehmigungsfreien Bereich. Details finden Sie in unserem Genehmigungsüberblick nach Bundesländern.

Materialliste und Kosten: Einfacher 3 × 5 m Einzelcarport

Die folgende Liste gilt für einen freistehenden Einzelcarport, 3,00 m × 5,00 m, Pultdach mit 10° Neigung, Lärchenstützen und -balken, Trapezdach aus beschichtetem Stahl. Preise Stand April 2026 (Baumarkt / Holzhändler DE/AT).

Materialliste Einzelcarport 3 × 5 m (Lärche, Trapezdach)
Position Menge Preis ca. Gesamt ca.
Stützen Lärche 12×12 cm, 3 m4 Stk35 €/Stk140 €
Querträger Lärche 10×14 cm, 3,5 m2 Stk45 €/Stk90 €
Längsträger Lärche 10×14 cm, 5,5 m2 Stk65 €/Stk130 €
Sparren Lärche 6×10 cm, 3,5 m6 Stk18 €/Stk108 €
Trapezdach Stahl 0,7 mm beschichtet18 m²16 €/m²288 €
Dachrinne PVC 5 m inkl. Fallrohr1 Set45 €45 €
Stützenschuhe / Einschlagbodenhülsen4 Stk22 €/Stk88 €
Winkelverbinder Edelstahl16 Stk4 €/Stk64 €
Schrauben Edelstahl A2 (Sortiment)1 Set45 €45 €
Beton C20/25 (Fundament 4 Pkt.)200 kg6 €/25 kg48 €
Holzöl Lärche 2,5 l2 Dosen28 €/Dose56 €
Sonstiges (Dachschrauben, Dichtband)pauschal-60 €
Gesamt Material1.162 €

Hinzu kommen noch Werkzeugmiete (Betonmischer, Schlagbohrmaschine falls nicht vorhanden: ca. 50-100 €/Tag) und eventuelle Hilfskosten. Mit Puffer für Verschnitt und Kleinkram landen Sie bei ca. 1.300-1.500 € für diesen Standardcarport in Lärche.

Werkzeug und Hilfsmittel

Werkzeug Zweck Kaufen / Mieten
Kreissäge / HandkreissägeHolz auf Maß schneidenKaufen (ab 80 €)
Akkuschrauber (starker)Schrauben und Verbinder setzenKaufen (ab 70 €)
Wasserwaage 1,8 mStützen und Balken ausrichtenKaufen (ab 25 €)
Betonmischer (100 l)Fundament-Beton mischenMieten (ca. 30 €/Tag)
Erdbohrer / SpatenFundamentgruben aushebenErdbohrer mieten (20 €/Tag)
Hammer und ZimmermannshammerVerbindungen und JustierungKaufen (ab 20 €)
Holzbohrer-SetVorbohrungen für VerbinderKaufen (ab 15 €)
Winkel 90° und 45°Winkel prüfen und einhaltenKaufen (ab 12 €)
Strickschnur / LotPositionen absteckenKaufen (ab 5 €)
Rollgerüst oder stabile LeiterDacharbeitenGerüst mieten (ca. 40 €/Tag)

Schritt 1: Fundament bauen

Das Fundament ist die Basis für alles. Bei einem verfahrensfreien Einzelcarport haben Sie drei Optionen: Einschlag-Bodenhülsen, Punktfundamente oder Bodenplatte. Für Dauerhaftigkeit und Stabilität empfehlen wir Punktfundamente - sie sind schnell hergestellt, kostengünstig und dauerhaft.

Punktfundamente: Schritt für Schritt

  1. Positionen abstecken: Mit Strickschnur und Lot die vier Stützenstandorte markieren. Diagonal messen: Beide Diagonalen müssen gleich lang sein (Pythagoras-Kontrolle). Bei 3 × 5 m: Diagonale = √(3² + 5²) = √34 = 5,83 m.
  2. Gruben ausheben: Mindesttiefe unter der Frostgrenze: in Norddeutschland 80 cm, Mittel- und Süddeutschland 80-100 cm. Durchmesser der Grube: mind. 30 cm, besser 40-50 cm. Mit Erdbohrer (Ø 25-30 cm) oder von Hand.
  3. Kies-Drainagschicht: 10-15 cm Kies oder Schotter einfüllen und verdichten. Verhindert Wasseransammlungen unter dem Fundament.
  4. Schalung einbauen: Betonrohrschalung (Ø 200-250 mm) einsetzen. Die Schalung sollte mind. 5 cm über das Gelände ragen.
  5. Beton einfüllen: Beton C20/25 mischen (4 Teile Sand, 1 Teil Zement, 0,5 Teile Wasser) oder Trockenbeton verwenden. Beton einfüllen, Stützenschuh einsetzen und ausrichten.
  6. Aushärten: 3-5 Tage für Grundbelastbarkeit, 28 Tage für volle Festigkeit. In der Praxis: nach 3-4 Tagen kann man mit dem Aufstellen beginnen, aber Stöße vermeiden.
Stützenschuh richtig ausrichten

Den Stützenschuh beim Einbetonieren genau ausrichten: mit Wasserwaage prüfen, dass die Auflagefläche exakt horizontal ist. Einmal abgebunden ist Korrektur nur durch Herausmeißeln möglich. Alle vier Stützenschuhe müssen auf exakt gleicher Höhe liegen - am besten mit einer langen Wasserwaage oder einem Schlauch-Nivelliergerät prüfen.

Alternativ: Einschlag-Bodenhülsen

Für leichtere Carports bis ca. 500 kg Eigengewicht: Einschlag-Bodenhülsen aus verzinktem Stahl werden mit einem Einschlaghammer (oder einem Rammer am Bohrgerät) direkt in den Boden getrieben. Vorteil: sehr schnell, kein Beton nötig. Nachteil: nicht für alle Bodenverhältnisse geeignet (schwierig bei Schotter oder sehr hartem Lehm), weniger stabil bei Windlasten.

Schritt 2: Holzkonstruktion aufstellen

Stützen montieren

Die Stützen (12 × 12 cm für Einzelcarport, 14 × 14 cm für Doppelcarport) werden in die Stützenschuhe eingesetzt und mit Edelstahlschrauben M12 gesichert. Stützenschuh-Typ "BH" (Bolzenanker) oder "BP" (Platte) - beide Varianten sind im Baumarkt erhältlich.

Wichtig: Stützen mit Wasserwaage in beide Richtungen auf exakte Vertikale prüfen. Hilfsperson nötig - allein kann man Stützen nicht halten und gleichzeitig ausrichten. Provisorisch mit Holzlatten absteifen, bevor die Querträger montiert werden.

Querträger und Längsträger

Die Querträger (verbinden die Stützen quer zur Einfahrrichtung) werden oben auf die Stützen aufgelegt und mit Balkenschuhen oder direkt mit Schwerlastschrauben gesichert. Für saubere Verbindungen: Stützenkopf und Balken mit Holzverbindern (Balkenschuh, Pfettenanker) aus Edelstahl verbinden.

Verbindungstypen für den Stützen-Querträger-Knoten:

  • Auflager mit Balkenschuh: Am einfachsten, sauberste Kraftübertragung. Balkenschuh an Stützenkopf mit Rillennägeln oder Schrauben befestigen, Querträger einlegen.
  • Zapfenverbindung: Klassische Zimmermannsverbindung, sehr stabil, aber handwerklich anspruchsvoll. Für Einsteiger nicht empfohlen.
  • Edelstahl-Winkelverbinder: Einfach, schnell, ausreichend stabil für normale Windlasten. Empfehlung für Selbstbauer.

Dachsparren

Beim Pultdach: Alle Sparren gleich lang, Neigungswinkel durch unterschiedliche Stützenhöhen erzeugt (vordere Stützen kürzer als hintere). Sparrenabstand: 80-100 cm bei Trapezdach, 60-80 cm bei schwererem Wellzement.

Sparrenbefestigung: Mit Sparrenpfetten-Winkel oder Schwalbenschwanz-Ausklinkung. Edelstahlschrauben 6 × 120 mm verwenden.

Praxistipp: Hilfsbock für Dacharbeiten

Bauen Sie sich aus Resthölzern einen einfachen Sägebock in Dachhöhe. Damit können Sie die Sparren auf passende Länge schneiden, ohne jedes Mal auf die Leiter zu steigen. Sparren immer zuerst am Boden auf Länge bringen, dann einzeln oben montieren - sicherer und schneller.

Schritt 3: Dach eindecken

Dachmaterialien im Vergleich

Material Preis/m² Min. Neigung Lichtdurchlässig Lebensdauer
Trapezdach Stahl8-18 €3-5°Nein30-40 Jahre
Polycarbonat (PC) Stegplatten22-45 €5-7°Ja (lichtdurchlässig)15-25 Jahre
Bitumenwellplatten6-12 €10°Nein15-25 Jahre
Faserzement-Wellplatten8-14 €10°Nein30-50 Jahre
Acrylglas / Acryl-Wellplatten18-35 €Ja (hell, UV-beständig)10-20 Jahre

Empfehlung für Selbstbauer: Trapezdach aus beschichtetem Stahl - einfach zu verlegen, sehr stabil, günstig. Wer mehr Licht möchte: Polycarbonat-Stegplatten oder eine Kombination aus beiden (z.B. mittlere Bahnen PC, Randstreifen Stahl).

Trapezdach verlegen: So geht's

  1. Dichtband: Auf alle Auflager (Sparren) ein EPDM-Dichtband kleben - verhindert Pfeifgeräusche und abdichten den Spalt zwischen Welle und Sparren.
  2. Erste Bahn: An der Traufkante (unteres Ende) beginnen, in Verlegerichtung gegen die Windhauptrichtung arbeiten.
  3. Überlappung: Mindestens eine Welle quer und mindestens 15 cm in Längsrichtung überlappen.
  4. Dachschrauben: Mit EPDM-Dichtscheibe in jedem zweiten Wellenberg auf den Sparren schrauben. Schraube fest, aber nicht zu fest anziehen - die Dichtscheibe muss etwas stauchen, darf aber nicht gequetscht werden.
  5. Firstabschluss: Firstblech montieren und mit Dichtschaum abdichten.
  6. Dachrinne: Rinnenhalter an der Traufkante befestigen, Rinne einlegen, Fallrohr anschließen. Rinne mit 2-3 mm Gefälle pro Meter Länge montieren.

Schritt 4: Finish und Holzschutz

Holzschutz ist keine Kür - er entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer des Carports. Fichte ohne Schutz: 5-8 Jahre. Mit regelmäßiger Lasur: 15-25 Jahre. Lärche unbehandelt: 15-20 Jahre. Lärche mit Öl: 25-35 Jahre.

Wann behandeln?

Holz vor dem Aufbau behandeln - besonders alle Schnittflächen sofort nach dem Schneiden versiegeln. Schnittflächen sind der kritischste Punkt: Das Hirnholz saugt Wasser direkt auf. Alle frischen Schnitte mit Hirnholz-Sealer oder zumindest Holzlasur verschließen.

Nach dem Aufbau: Gesamtfläche ölen oder lasieren. Bei Lärche und Douglasie: 2-3 Durchgänge Lärchen-/Holzöl, je 24 Stunden Trockenzeit zwischen den Schichten. Erste Auffrischung nach 2-3 Jahren, danach alle 4-5 Jahre.

Stützenköpfe und Bodenbereich

Die gefährdetsten Stellen sind die Stützenköpfe (Hirnholz oben) und der Bereich kurz über dem Boden. Stützenköpfe mit Abdeckkappen schützen. Im Bodenbereich: Stützenschuh hält die Stütze vom Boden ab - das ist entscheidend für die Dauerhaftigkeit. Direkte Erdberührung von Holz führt zu Fäulnis innerhalb weniger Jahre.

Bausatz oder Eigenkonstruktion: Was ist besser?

Kriterium Bausatz Eigenkonstruktion
PlanungsaufwandGering - alles fertig geplantHoch - eigene Planung nötig
Kosten600-2.500 € je nach Größe800-2.000 € Materialkosten
FlexibilitätStandardmaße, wenig AnpassungBeliebige Maße, individuelle Gestaltung
StatikTypenstatik liegt beiEigene Statik bei > 5 m Spannweite nötig
WerkzeugaufwandGering - viel vorgeschnittenHoch - eigene Schnitte und Verbindungen
QualitätskontrolleHersteller-QualitätEigene Kontrolle

Empfehlung: Wer zum ersten Mal einen Carport baut und nicht auf individuelle Maße angewiesen ist - Bausatz kaufen. Die Ersparnis durch Eigenkonstruktion ist gering, der Planungs- und Werkzeugaufwand hoch. Für Carports mit besonderen Abmessungen oder individueller Gestaltung lohnt die Eigenkonstruktion.

Häufige Fehler beim Carport-Selbstbau

  • Fundamente zu flach: Unter der Frostgrenze ausheben (80-100 cm). Zu flache Fundamente werden durch Frost-Tau-Wechsel angehoben - die Stützen "wandern".
  • Stützen direkt in die Erde: Immer mit Stützenschuh oder Einschlagbodenhülse arbeiten. Holz in Erdkontakt fault in 3-5 Jahren.
  • Keine Vorbohrungen: Ohne Vorbohren sprengt die Schraube das Holz auf. Besonders bei Lärche (hartes Holz) und bei Verbindungen nahe der Holzkante.
  • Zu geringe Dachneigung: Bei Trapezdach unter 3°, bei Wellplatten unter 5° staut sich Wasser - Undichtigkeiten und Algenwachstum die Folge.
  • Hirnholz unbehandelt: Alle Schnittflächen sofort nach dem Sägen behandeln. Frisches Hirnholz saugt innerhalb von Minuten Feuchtigkeit auf.
  • Maße nicht geprüft: Diagonalen immer messen. Ein schief stehendes Carportgerüst kann nicht mehr durch das Dach korrigiert werden.
  • Genehmigung vergessen: Erst bauen, dann Baugenehmigung nachträglich - das gibt Ärger. Genehmigungsbedarf vor dem ersten Spatenstich klären.

Häufige Fragen: Carport selber bauen

Wie viel kostet ein Carport zum Selberbauen?
Ein einfacher Einzelcarport aus Fichtenholz kostet als Materialansatz ca. 800-1.500 €. Ein hochwertiger Carport aus Lärche oder Douglasie mit 3 × 6 m und Satteldach schlägt mit 2.000-3.500 € zu Buche. Fertig-Bausätze liegen bei 600-2.500 € je nach Größe und Material. Beim Selberbau entfallen die Lohnkosten (ca. 3.000-5.000 € bei Handwerker), aber Werkzeugmiete und Zeit kommen dazu.
Welches Holz eignet sich am besten für einen Selbstbau-Carport?
Für die Außenanwendung empfiehlt sich Lärche oder Douglasie - beide sind witterungsbeständig und benötigen wenig Pflege. Fichte ist günstiger, aber weniger dauerhaft und muss regelmäßig geölt oder lasiert werden. Für Stützen und tragende Teile sollten Sie mindestens die Holzklasse SI (Sortierklasse, gleichmäßige Maserung) verwenden.
Brauche ich einen Statiker für den Selbstbau-Carport?
Bei Bausätzen bis 30 m² liegt meist eine Typenstatik bei - diese ersetzt die individuelle Statik. Für Eigenentwicklungen empfiehlt sich bei Spannweiten über 5 m oder in Schneelastzone 2-3 eine statische Berechnung. In genehmigungspflichtigen Fällen ist die Statik ohnehin Pflicht. Kosten: 200-500 € für eine einfache Carport-Statik.
Wie lange dauert der Selbstbau eines Carports?
Ein erfahrener Heimwerker schafft einen einfachen Einzelcarport (Bausatz, Flachdach) an einem langen Wochenende: Tag 1 Fundament, Tag 2 Konstruktion und Dach. Ein komplexerer Carport mit Satteldach und Eigenplanung braucht 3-5 Tage. Hinzu kommt die Aushärtungszeit des Betons (ca. 2-4 Wochen), die man überbrückt, indem man in der Zwischenzeit Dachplatten vorbereitet.
Kann ich den Carport direkt auf die Auffahrt stellen ohne Fundament?
Technisch möglich, aber nicht empfehlenswert. Ohne Fundament können Frost und Erdbewegungen die Konstruktion verschieben. Für Leichtbau-Carports (bis 500 kg Eigengewicht) gibt es Bodenhülsen, die in gebohrte Löcher einzementiert werden - diese sind schnell zu versetzen und ausreichend stabil für normale Windlasten. Eine echte Bodenplatte bietet mehr Stabilität und Lebensdauer.
Welche Dachneigung brauche ich für einen Carport?
Kunststoffwellplatten (Polycarbonat, Acrylglas) benötigen mindestens 5-7° Neigung für Selbstreinigung und Wasserablauf. Bitumenwellplatten: mindestens 10°. Trapezblech: ab 3-5°. Flachdach-Folie: geht ab 1-2° Neigung. Für Schneegebiete (ab Schneelastzone 2) sollten Sie über 15° Neigung planen - das reduziert die Schneelast erheblich.
Carport selber bauenHolzcarportBauanleitungFundamentHeimwerkerCarport Bausatz
Hausbau Journal Redaktion

Der unabhängige Hausbau-Ratgeber für private Bauherren in Deutschland. Recherchiert aus Primärquellen, ergänzt durch eigene Bauerfahrung und Bauherren-Interviews. Mehr über die Redaktion →